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1) SKINHEADS, DER “NORDPOL” UND ALBANISCHE NUTTEN (1983)
2) COMIC: “NEULICH IN DER INNENSTADT” (1987)
3) SKINHEAD-WEEKEND IN FLENSBURG (1986)
4) “STREETDANCE” AUF’M PUNKERTREFFEN (1987)
5) DER GROSSE “WEIN, WEIBER & GESANG”-REPORT (1988)
(mit den VANDALEN, SPRINGTOIFEL, DAILY TERROR, BOOTS & BRACES und KAHLKOPF)

 

Eine nicht ganz jugendfreie Foto-Story aus den frühen Achtziger Jahren (1983).
Ausgegraben und erzählt
von G. Gruse

Seit Ende des II Weltkrieges war der legendäre "Nordpol" hinter dem Dortmunder Hauptbahnhof eine der berüchtigsten Kneipen des Ruhrgebiets. Tag und Nacht geöffnet, war diese verkommene Bierkneipe (bis zum Abriss im Jahre 1984) die Heimat für knasterprobte Zuhälter, abgewrackte Nutten (die dir für ein Glas Bier unter’m Tisch einen geblasen haben), stinkende Penner, kleine Ganoven, sabbernde Freier, kreischende Transen und vor sich hin dumpfende Säufer. In dieses verruchte Gemäuer trieb es Sommer 1983 eine Gruppe Skinheads aus der Ruhrpottmetropole Dortmund und aus Westberlin.


(Von rechts nach links) Saufen im “Nordpol”: Pole (KDF) und Chico.

Die Dortmunder Glatzen waren alle Mitglieder einer überaus trinkfesten Theken-Fussballmannschaft mit dem sinnigen Namen „Dynamo Doppelkorn“. Nicht nur stadtbekannt für ihre Alkoholexesse bei Turnieren und Stadtteilfesten, sondern weil in dieser versoffenen Truppe auch ein paar Punks und ein afrolook-gestylter kohlrabenschwarzer Nigerianer mit dem Spitznamen „Schneeflöckchen“ gegen den Ball getreten haben. Die Jungs haben sogar ein paar Pokale geholt, und... Wo war ich nochmal stehen geblieben? Ach ja, richtig, eigendlich wollte ich ja von der Nacht im „Nordpol“ erzählen, und nicht von den fussballerischen Glanzleistungen der „Dynamo Doppelkorn“-Kicker. Tja, Loite, so ist das nun mal mit dem älter werden, da kann man schon mal leicht den Überblick verlieren,- nicht nur bei den Frauen! Womit wir schon wieder beim Thema wären: “Sex and beer and rock’n’roll”, und nicht zu vergessen „Fussball“. Und Fussball war es auch, der die drei Westberliner Glatzen nach Dortmund getrieben hatte. Gemeinsam mit den Dortmunder Kameraden zum Spiel ins Westfalenstadion und anschliessend das Nightlife der Ruhrmetropole studieren. Bevor ich es vergesse, bei den drei Westberliner Glatzen handelte es sich um Mitglieder einer legendären Skinhead-Combo mit dem Namen KRAFT DURCH FROIDE,- Pole, Erbse und Christian. Drei taffe Berliner Junx aus dem „roten“ Wedding!


Von rechts nach links: Chico, Pole, Christian, Mike

Und so kam es, dass unsere Freunde beim Studium eben jenes Dortmunder Nachtlebens auch im „Nordpol“ gelandet sind. Als zur vorgerückten Stunde und nach ausgiebiger Zecherei die Stimmung und der Alkoholpegel ihren Höhepunkt erreicht hatte, näherte sich ihnen plötzlich auf leisen Sohlen eine finster ausschauende männliche Gestalt (Foto unten), die ihnen eine "albanische Frrrau - särrr scheeen" zum Beischlaf anbot. Und das zu einem sehr günstigen Sondertarif - ab drei Personen sollte es Mengenrabatt geben! Und bei acht potentiellen Kunden - na ja, da kam schon einiges an Rabatt zusammen!


Chico verhandelt...

Natürlich konnte sich keiner unserer Froinde diesem überaus günstigen Angebot entziehen, besonders nicht die smarten Jungs aus der Frontstadt Westberlin, die sich spontan bereit erklärten, ihre männliche KRAFT der sexuellen FROIDE zu opfern. Da konnten die Dortmunder Glatzen natürlich nicht kneifen, oder den Schwanz einziehen. Ausserdem hatte man ja nicht alle Tage die Gelegenheit, eine Balkanschönheit mit seiner germanischen Manneskraft zu beglücken.


Von links nach rechts: Erbse, Cristian und Pole von KDF neben der schösten Frau vom Balkan(grill)

Als damals noch irogestylter Punker waren mir natürlich derartige Skinhead-Ausschweifungen fremd. Und so ist mir in jener Nacht ein Alptraum wie “Lady Horror” (Foto oben) erspart geblieben. Die versprochene Schönheit entpuppte sich nämlich als abgrundtief hässliche Schlampe von mindestens 60 Jahren. WÜRG! KOTZ! Da konnte man noch so besoffen sein, diese Alte konnte sich niemand mehr schön saufen. Beim allerbesten Willen nicht. Auch ich hätte das nicht geschafft, obwohl ich doch getreu dem Lifestyle eines Hardcorepunx mehr auf Quantität statt auf Qualität setzte. So nach dem Motto: Masse statt Klasse! Aber, Freunde, diese Alte war einfach nur fertig. Absolut fertig. Sie wäre der ultimative Höhepunkt in Freakys Monstershow gewesen.


“Verpiss dich - Du alte Schlampe!”

Stellt euch mal vor, dass ihr Sonntag morgens in eurem Bett aufwacht, und neben euch liegt eine alte Schachtel, die schon so faltig ist, dass sie sich ihren Hut auch aufschrauben könnte Ja, ihr würdet bei diesem Anblick doch den Schock eures Lebens bekommen. Würdet vielleicht sogar schwul werden! Oh, je! Seht ihr, und vor genau dieser beschissenen Situation standen jetzt unsere Helden. Aber mannhaft und standfest, wie doitsche Skinheads nun einmal sind, wurde auch diese prekäre Situation mit männlicher Würde gemeistert. Da wurde kein Moment gezögert, so nach dem guten alten Punkermotto: "Vielleicht sollte man erst mal sein Bier austrinken - und dann ran an die alten Lappen." Nein! In dieser Situation offenbarte sich der wahre Spirit eines von Bier und Korn gestählten Skinheads: Ein dumpfer Chor aus rauhen Männerkehlen donnerte durch die Kneipe: "VERPISS DICH, DU ALTE SCHLAMPE...Herr Wirt, noch ne Runde Bier und Korn!" (Foto oben)

Und nach unzähligen weiteren Runden Bier und Korn taumelten unsere Freunde kurz vor Morgengrauen fröhlich und besoffen in den neuen Tag.

Gegen Mittag traf man sich, noch etwas verkatert und zerknittert, schon wieder zum obligatorischen Skinhead-Frühstück in der Dortmunder Innenstadt (Fotos unten) ...und wenn sie nicht gestorben sind, dann saufen sie noch heute!

Von links nach rechts: Panzer; Chico, Pole und Erbse

Und die Moral von der Geschicht’,
trau keine albanische Nutte nicht --- oder so!

 

 

von
Markus R.

(Aus dem FORCE OF HATE Nr. 5 / Juni 1986)

Das Wochenende begann am Freitag mit der Fahrt nach Krefeld zu einem Konzert, wo eine “Jazz Rock Band”, eine depressive Hippiegruppe und die Krefelder Skinhead-Reggae-Band BRACES spielten. Nachdem dort meine Frau von einer Schlampe angepöbelt worden ist, und sich mit einigen Tritten zur Wehr setzte, zerstörte sie dabei eine Glastüre. Dabei zog sie sich eine Verletzung zu, und unser Fahrer Peter und ich brachten sie ins Krankenhaus, wo die Wunde genäht wurde. Zurück zum Konzert, und dort die grosse Überraschung: Von den ursprünglich fünfzig anwesenden Glatzen war keiner mehr da. Schnell war geklärt, dass ein Riesenaufgebot von Bullen alle Skins zur K-Bahn getrieben und dort in den Zug nach Düsseldorf gesetzt hatte. Ich auf die Bühne und die BRACES aufgefordert, nach dieser Sauerei das Konzert abzubrechen. Doch die BRACES erklärten mir, dass sie für die Hippies und Schickis weiterspielen würden. Sie seien auch keine “Skinhead-Reggae-Band”, dies sei ein Irrtum dieses Fanzines. Aber alle hatten sie kurze Haare, trugen Perrys, Doc Martens und spielen den “Moonstomp”! Also fuhren wir zurück nach Gladbach, saufen. Samstag morgen um 3.30 Uhr ging es dann mit fünf Leuten und einem Kasten Bier zum Glatzentreffen nach Flensburg.

In Flensburg kamen wir gegen 10.30 Uhr an. Am Treffpunkt hockten erst fünfzehn, zumeist Flensburger Kahlschädel. Wir wurden mir zwei Paletten Flensburger Bier empfangen, und ab jetzt steigerte sich unsere Anzahl - ebenso die der Bullen. Gegen Mittag tanzten auch die ersten “Gegendemonstranten” an, die uns mit Transparenten wie “Ausländer bleiben - Nazis vertreiben!” unterhielten. Nachdem wir einen Reporter zur vernünftigen Berichterstattung ermahnt hatten, Reibereien mit fanatisierten “Antifaschisten”. Hierbei stellten wir fest, dass die Cops in Flensburg eigendlich ganz harmlos waren. Zitat: “Mach das doch in ‘ner Seitenstrasse, wo wir es nicht sehen!”

Nachdem sich alle mit Bier und anderen Nahrungsmitteln gestärkt hatten, zogen wir zum Nordertor, wo sich die Roten zusammenrotten wollten, doch dort war nichts von ihnen zu sehen. So marschieren wir in einem lang gezogenen Demonstrationszug, der doch recht imposant aussah, zum Bahnhof, um die Hamburger Glatzen abzuholen.

Unser nun mit den Hamburgern angereicherter Mob, nun ca. 200 “Nazimonster”, zog durch die Stadt und lieferte sich in herrlicher Wochenendstimmung so manch eine Schlägerei mit allerlei feindlichen Elementen, die wir stets als Sieger verliessen. Eine sehr erfreuliche Entwicklung, die zu beobachten war, bestand darin, dass wir uns diesmal von der Staatsgewalt nichts haben bieten lassen, und so manch ein Uniformierter auf die Mütze gekriegt hat.

Bei einer solchen Aktion hat es mich erwischt, da ich um einem Kollegen beizustehen, den gerade vier Grüne schlagkräftig belästigten, mit zwei gezielten Würfen mit vollen Bierdosen an die hohlen Köpfe begeisternde Treffer erzielte. Festnahme, Anzeige wg. Körperverletzung, Alkoholtest, ED-Behandlung, Zelle...das volle Program. Das war es dann mal wieder.

In der Stadt soll es mit Spitzenzahlen von 300 Skins lustig mit Klatschereien und Verfolgungsjagden weiter gegangen sein. Die Bullen konnten zu keiner Zeit so schnell festnehmen, wie neue Leute dazu kamen. Doch abends um ca. 21.30 Uhr hatten sie dann wieder die Kontrolle über die Strasse. Beide Knäste waren voll, und die restlichen Glatzen wurden aus der Stadt gebracht.

Um 22.00 Uhr holten mich die anderen aus dem Knast, und enttäuscht über das erzwungene frühe Ende unseres Zusammenseins ging es auf die Autobahn, 600 Kilometer bis in die Heimat lagen vor uns. Doch womit keiner von uns gerechnet hatte, der Rotfront-Terror ging auf einer Autobahnraststätte zwischen Flensburg und Hamburg erst richtig los. Wärend Peter un Rene im Auto pennten, gingen Schrado und ich in die Raststätte, um unseren Alkoholpegel wieder etwas zu steigern. Doch beim ersten Bier bauten sich plötzlich elf schwarz gekleidete Gestalten vor unserem Tisch auf und stellten fest, dass sie nun endlich die “Nazis” gestellt hätten. Die linken “Idealisten” verlangten, dass wir all unsere “Patte” (Geld) auf den Tisch legen sollten. Und ich sollte meinen “Naziaufnäher” ( Skinhead-Power Deutschland in schwarz-rot-gold) von der Jacke reissen. Jedenfalls sollten wir uns schleunigst verpissen. Verfolgt von einem Mob von militanten Chaoten rasten wir zum Auto, und fanden dieses fast gänzlich zerstört mit dem schwerverletzten Rene auf den Sitzen und Peter daneben mit der Gasknarre in der Hand. Peter und ich kämpften uns zur Gaststätte durch und alarmierten von dort die Polizei. Die roten “Helden” warfen noch einige Pflastersteine auf den Wagen und haben sich dann in zwei VW-Bussen schnell verpisst. Fazit: Die Fahndung der Bullen blieb natürlich erfolglos. Rene lag vier Tage mit einer schweren Gehirnerschütterung und Gesichtsverletzungen auf der Intensivstation, der Wagen ist total im Arsch, ich habe ein Verfahren wegen Körperverletzung und Landsfriedensbruch am Hals, aber alle sind der Meinung, die Fahrt hätte sich trotzdem gelohnt.

(Text: Markus R. / Fotos by FOH / 1986)

 

by G. Gruse
(Aus dem FORCE OF HATE / Nr. 8 / 1987)

Anfang Juli verbreitete sich die Nachricht, dass die Punks am 24. Juli, einem Samstag, so etwas ähnliches wie einen Dortmunder “Chaos-Tag” veranstalten wollten. Da auch das Gerücht umging, dass sich die Punks an unserem Skinhead-Treffpunkt, dem “Gaukler-Brunnen” im Stadtgarten, treffen wollten, beschlossen wir die bunthaarige Meute auf unsere Art zu begrüssen. Obwohl jede Menge auswärtige Glatzen ihr Erscheinen zugesagt hatten, waren es am Ende nur gerade mal dreissig Skins und Psychos aus Dortmund und der näheren Umgebung, die sich gegen Mittag am Brunnen versammelt hatten. Was uns aber nicht davon abhalten konnte, unsere Sache durchzuziehen. Inzwischen war auch klar, dass sich die Punks nicht am Brunnen, sondern knapp 500 Meter Luftlinie entfernt, neben der Reinoldikirche treffen würden. So hockten wir biertrinkend und schwätzend bis zum frühen Abend am Brunnen herum und warteten auf die Punks, die natürlich nicht kamen. Bei unseren bunthaarigen Freunden ging das Gerücht um, dass im Stadtgarten ein Empfangskomitee von mindestens 200 Skins auf sie warten würde. Da uns dieses biertrinkende Herumsitzen auf die Dauer zu langweilig wurde, kamen wir auf die Idee, den Punks ein wenig Entgegenkommen zu zeigen und ihnen einen kleinen Besuch abzustatten. Knapp zwanzig Leute schlossen sich unserer Expedition ins “Feindeslager” an. Um ein Aufeinandertreffen von Punks und Skins zu verhindern, hatten die Bullen die Strassen und Wege, die vom “Gaukler” zum Treffpunkt der Punks führten, hermetisch abgeriegelt. Da kam keine Glatze durch. Aber einen Weg, den naheliegensten, hatten die grün uniformierten Intelligenzbestien übersehen: Die U-Bahnhaltestelle im Stadtgarten! Es war so einfach, dass es fast schon zu einfach war. Wir brauchten nur abtauchen, in die U-Bahn einsteigen, und an der nächsten Haltestelle wieder aussteigen.

Punktreffen am Reinoldiplatz 1987

Gesagt getan. Kein Bulle hatte etwas gemerkt. An der Kampstrasse stiefelte unser Expeditionskorps wieder ans Tageslicht. Ungesehen von den Bullen mischten wir uns unter die vielen Passanten. Von hier aus waren es nur noch knapp hundert Meter bis zum Punkertreffpunkt an der Reinoldikirche. Ich mit fünf Leuten vorneweg. Als wir kurz vor dem Reinoldiplatz auf unsere Nachzügler warten wollten, kamen plötzlich zwei Punks auf uns zu getrottet. Als sie uns sahen, drehten sie sich blitzschnell um und verschwanden in der Menschenmenge. In diesem Moment, die Situation der Überraschung ausnützend, sprinteten wir sechs Leute auf den Platz und rannten unter “Skinhead! Skinhead!”-Gebrüll auf den überraschten Punkermob zu. Und wie überrascht unsere bunthaarigen Freunde waren! Wuuuschschsch !!! Wie eine Springflut sprangen hundert tapfere Punkerlein von ihren Ärschen hoch und flüchteten, Taschen, Jacken und Schlafsäcke zurücklassend, in Richtung “Platz von Leeds”. Mittlerweile waren auch unsere “Nachzügler” aufgetaucht. Hätten wir ein wenig mehr Zeit gehabt, so hätten wir jede Menge Penntüten einsammeln und damit ein Geschäft eröffnen können. Vor mir hatten vier unserer Leute die flüchtende Meute erreicht, und, man mag es kaum glauben, pflügten sich wie ein Schneepflug durch die auseinanderspritzenden Punks. Zahlreiche Beulen und blutende Nasen hinter sich lassend, konnten sich die vier in Richtung Bahnhof absetzen. Als der Punkermob flüchtete, zögerte ich kurz und starrte fassungslos den rennenden Bunthaarigen hinterher. Wie ich mich wieder in Bewegung setzen wollte, sprang mir plötzlich jemand so derbe ins Kreuz, so dass ich mich der Länge nach auf die Fresse legte. Dieser “jemand” war ein langhaariger Freak mit einem roten Stern hinten auf der Jacke. Ich rappelte mich hoch und schleuderte dem Genossen reflexartig meine volle Bierflasche, die meinen Sturz unbeschadet überstanden hatte, ins Kreuz. Die hatte gesessen, aber schade um das gute Bier.

Einige Punks, die sich inzwischen von ihrem ersten Schrecken erholt und geschnallt hatten, dass da nicht zwei Hundertschaften Kahlschädel, sondern mal gerade zwanzig Glatzen über hundert Punker zum Rennen gebracht hatten, gingen brüllend auf uns los. Ein paar auf mich und einen Skin aus Herne, der seine Gasknarre zog und in die bunthaarige Menge ballerte. In diesem Moment bekam ich schon wieder einen deftigen Schlag in den Rücken und - PLATSCH! - erneut knutschte ich äusserst unsanft das Dortmunder Strassenpflaster. Vom Boden hochschielend blickte ich in die Gesichter der Cops. “Sie sind festgenommen!”, fauchte einer und half mir auf die Füsse. Überall wieselten nun Bullen über den Platz. Mein Kumpel aus Herne und ich wurden zu einem Mannschaftswagen gebracht, wo wir auf den vergitterten Knasttransporter warten sollten. Wie wir so im strahlenden Sonnenschein Zigaretten rauchend vor dem Mannschaftswagen standen, um uns herum eine dichte Polizeikette, tauchten immer mehr Punks auf. Und jetzt wurden die Jungs sogar richtig mutig! “Kommt doch ihr Faschos! Ihr seid doch sonst immer so stark” und ähnliche Liebenswürdigkeiten warfen sie uns an den Kopf. Tja, Leute, in dieser Situation Mut zu zeigen, war doch ziemlich ärmlich. Aber nun kam der absolute Hammer! Als ich gerade einem besonders widerlich aussehenden Affengesicht, er hatte mir “Faschosau” an den Kopf geworfen, den “Stinkefinger” zeigte, hörte ich laut meinen Namen brüllen und ein Punk mit feuerroten Irokesen und einer Bierflasche in der Hand fegte im Affenzahn durch die Bullenkette. “Was geht denn jetzt ab?” dachte ich verwundert, als mir der Iropunk schon um den Hals fiel. “Ey, Alter, geil dass ich dich mal treffe. Wir haben uns schon ewig nicht mehr gesehen”, grinste er mich schulterklopfend an. “Das gibt’s doch gar nicht”, grinste ich überrascht zurück. “Was machst du denn hier?” Kurz, es war ein guter alter Freund aus Düsseldorf. So standen wir nun hinter der Bullenkette, teilten uns sein Bier und meine Zigaretten, tauschten unsere Adressen aus, und hielten ein freundschaftliches Schwätzchen, wärend die Augen der vor der Bullenkette herumpöbelnden Punks vor ungläubigen Erstaunen immer grösser wurden. Auch die Bullen waren über dieses unerwartete Zwischenspiel mehr als überrascht, griffen aber nicht ein. “Ich muss ihre Verbrüderung leider unterbrechen”, meinte nach einigen Minuten einer der Cops, “der Festnahmewagen ist da”. Punk und Skin verabschiedeten sich mit einer freundlichen Umarmung und ab ging es in den Knast. So nach und nach trafen noch vierzehn von unseren Leuten ein, und wir durften uns alle gemeinsam noch ein paar Stunden in den gemütlichen Zellen des Polizeipräsidiums ausruhen. Gegend Mitternacht wurden wir im Abstand von wenigen Minuten alle wieder freigelassen. Und wurden vor dem Gebäude von einigen Dortmunder und Herner Glatzen erwartet. So ging es mit dem ganzen Mob in eine Kneipe neben dem Polizeipräsidium, in der wir den geilen Tag mit einer fröhlichen Zecherei ausklingen liessen.

 

 

 

Vor einiger Zeit durfte ich für das STOLZ & STIL-Fanzine mal wieder tief in die Mottenkiste der Achtziger Jahre greifen und dabei einen „Leckerbissen“ zu Tage fördern, der schon 1988 einigen Leuten ganz gehörig den Appetit versaut hatte. Es handelte sich dabei um den „Wein, Weiber und Gesang-Report“, der im Oktober 1988 im WEIN, WEIBER & GESANG-Fanzine erschienen ist. Dem Nachfolger des FORCE OF HATE. Eigendlich war die Sache mit diesem Fanzine ja eine Schnapsidee. Kurz nachdem ich die letzte Ausgabe des FORCE OF HATE rausgebracht hatte, überredete mich nämlich mein Kumpel Martin zu dem WW&G-Projekt. Ausgerechnet auf der Party, auf der ich im Kreis von alten Froinden das FOH alkoholmässig zu Grabe tragen wollte. So besoffen wie ich an jenem Abend war, ist ihm nicht schwergefallen, mich zu überreden. Zumal es nur eine Ausgabe geben sollte, und die sollte sich natürlich gründlich vom FOH unterscheiden. Daher wurden bei den Band-Interviews auch nicht die üblichen Standartfragen gestellt („Wo steht Ihr politisch?“, „Wer oder was hat eure Musik beeinflusst?“), sondern nur solche Fragen, die den Bands bis dahin wohl noch nie jemand gestellt hatte! War mir doch bis dahin kein Interview bekannt, in dem man sich nach dem Stuhlgang oder den Sexualpraktiken seiner Interviewpartner erkundigt hätte. Diese Bildungslücke wollten wir unbedingt schliessen. So haben wir einen Fragebogen zusammengestellt, der so viel Nonsens enthielt, dass ich die Befürchtung hatte, dass niemand, der bei einigermassen klaren Verstand sei, diese Fragen beantworten würde. Kurz und gut: Von sechs angeschriebenen Bands haben fünf geantwortet. Ihre freimütigen Antworten waren die Grundlage für den WW&G-Report, einem schonungs- und tabulosen Sittengemälde aus der Skinhead-Szene der Achtziger Jahre. Na ja! Eine ehemalige FOH-Leserin, so ein richtig dralles „teutsches Mädel“ mit blonden Zöpfen und ultrafetten Titten, klagte nach der Lektüre unseres Reports über „Kotzgefühle“, und das es uns am „nötigen Ernst“ und „sittlicher Reife“ fehlen würde. Was immer sie damit gemeint haben mag! Und ein „sexistisches Schwein“ sei ich allemal! Was ich nie bestritten habe, daher konnte mich DIESER Vorwurf ganz gewiss NICHT treffen. Was uns aber wirklich hammerhart getroffen hat, war der moralische Bannstrahl eines kruppstählernen Kameraden aus Süddeutschland, der, nachdem er unseren Fragebogen gelesen hatte, der Meinung war, dass eine Antwort auf unsere „kranke Fragen“ nicht zum „deutschen Image“ seiner Band passen würde. Na ja, der gute alte Conny von KRUPPSTAHL war ja schon immer etwas humorlos.

Günter Gruse (2007)


Mit den VANDALEN, DAILY TERROR, BOOTS & BRACES, SPRINGTOIFEL und KAHLKOPF

(Aus dem WEIN, WEIBER & GESANG-Fanzine / 1988)

Spass ist unsere Parole, und Spass muss sein, auch wenn uns die Scheisse des politisch korrekten Zeitgeistes bis zu den Ohren steht. Herzhaften und geschmacklosen Frohsinn wollen wir verbreiten, wie neulich jener Zivildienstleistende, der im Altersheim eine alte Frau die Treppe runterwarf und dabei fröhlich hinter ihr her brüllte: „Ey, Oma, wat läufste so schnell?“ Und deshalb einen boshaften Dank an die tapferen VANDALEN, die toiflischen SPRINGTOIFEL, die smarten Jungs von BOOTS & BRACES, die kahlen Glatzköpfe von KAHLKOPF und unsere trinkfesten Braunschweiger Zechkumpanen von DAILY TERROR, dass sie so freimütig unsere Fragen beantwortet haben. Ich muss bekennen, dass ich durch ihrer Antworten eine ganze Menge dazugelernt habe. Aber überzeugt Euch selber!


VANDALEN: Der “Schmächtige” (Voc.), Pedder (Drums)

Um den ersten Fragenkomplex zu verstehen, müsst ihr euch vorstellen, dass euch jemand auf den Frühstücksteller geschissen hat. Natürlich stellt sich jetzt für uns die Frage:

1) Wie ist das mit dem Stuhlgang doitscher Bands?
2) Hat dieser den gleichen Geschmack wie das Nutella-Brötchen, das sich der eine oder andere gerade zu Gemüte führt?
3) Was sind unsere Bands überhaupt für Scheisser?
4) Grosse oder kleine?

Die Antwort der SPRINGTOIFEL war äusserst präzise und sehr datailreich. „Unser Morgenstuhl wiegt zwischen ein bis zwei Pfund, der Vormittagsschiss beläuft sich auf ungefähr drei Kilo. Der Abendschiss bringt fünf Kilo auf die Waage. Der Geschmack ist bisher unerforscht, aber die Duftnote hat das Prädikat: Besonders Wervoll!“ Was beweist, dass man sich in Mainz wohl schon öfters mit dieser Materie beschäftigt hat. Auch KAHLKOPF aus Bad Homburg wissen offensichtlich worüber sie reden: „Unser Morgenschiss? Siebzehn Pfund ohne Haut und Knochen, und dabei völlig geschmacksneutral“. Bei den VANDALEN ist man ein wenig zurückhaltender. Da wird pro Person und Tag nur 125 gr. abgeseilt. Aber dafür kann man diese 125 gr. „unter dem Namen ‚Viertelpfünder’ in jeder McDonalds-Filiale bewundern – und auch gerne probieren“. BOOTS & BRACES haben für uns extra in eine Tüte geschissen: „Wir haben gerade eine Ladung an Oich abgeschickt. Ihr könnt es ja probieren – ihr Perverslinge!“ Hahaha! Den Nagel auf den Kopf (oder Schwanz) trifft Pedder von DAILY TERROR: „Wohl zu oft ‚Die 100 Tage von Sodom’ gesehen – oder was?“ Jawoll, hab’ ich! Insgesamt drei mal. Besonders die Szene hat es mir angetan, in der einige Nutten bis zum Hals in einem Kübel voll Scheisse sitzen. Warum? Weil dann immer einige Filmbesucher kotzend und würgend aus dem Kino gerannt sind. Göttlich! Wie sich erkennen lässt, ist Pedder Teumer von DAILY TERROR ein absoluter Kenner der Filmszene.

VANDALEN: Volle (Bass), Mario (Guit.)

Gehen wir jetzt in die zweite Runde unserer stilvollen Umfrage: Was tut Ihr, wenn Ihr beim ‚Mensch ärgere Dich nicht’ gegen Euer Weib verliert?

Also ich muss sagen, die Antworten auf diese Frage haben mich doch sehr verblüfft. Besonders die Antwort von KAHLKOPF: „Wir stecken ihr eine Cola-Flasche in den Arsch und schlagen sie dann kaputt!“ Da stellt sich für uns natürlich die Frage, wer wird hier kaputtgeschlagen, die Flasche oder das Weib? Die SPRINGTOIFEL haben dieses Spiel noch nie gespielt, wärend Pedder von DAILY TERROR jedes Mal Schreikrämpfe beim Verlieren bekommt. Die Frauen der VANDALEN verlieren erst gar nicht, sondern lassen ihre Kerle lieber gewinnen. Ralf von BOOTS & BRACES flüchtet sich dann in „sexuelle Ausschweifungen“. Dazu eine Anmerkung von seiner Frau Alex: „Wir sollten viel öfters mal ‚Mensch ärgere Dich nicht’ spielen!“ So, werte Leser, wir hoffen, dass wir oich mit den ersten Fragen dazu gebracht haben, dieses Fanzine in die Ecke zu schmeissen. Wenn nicht, wenn Ihr gar weiterlesen wollt, gehört ihr sicher zum harten Kern, den nichts mehr so leicht aus den Doc’s hauen kann. Trotzdem würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob Du dieses Heft nicht lieber ungelesen auf dem Flohmarkt gegen einen alten Kleiderbügel oder eine verrostete Fischdose eintauschst. Da hast Du sicher mehr von, denn es kommt noch viel schlimmer! Wenn man nämlich bedenkt, was es doch für geile Dinge auf der Welt gibt, Sex incl. Anal-, Oral- und Strassenverkehr; Gummi- und Plastikpuppen, dann kann einem schon mal ganz anders werden! Deswegen ist es an der Zeit, dass wir mal doitsche Bands zu Wort kommen lassen, um schonungslos aufzudecken, was das doch alles für perverse Schweine sind!


Die Mainzer SPRINGTOIFEL 1987

Und deshalb haben wir gefragt: Was bevorzugt ihr beim Sex?

“Grundsätzlich alles!” bekamen wir von DAILY TERROR zu hören. Im Gegensatz zu den SPRINGTOIFEL, die wohl nicht auf dem üblichen Geschlechtsverkehr stehen. Nein, die Mainzer Jungs befriedigen sich mit Flug- und Pendelverkehr. Auch eine noie Sexvariante ist mir durch unsere Umfrage bekannt geworden: Den “Kotverkehr”, wie er von KAHLKOPF praktiziert wird. Eine ganz noie Variante, die mir erst mal näher erklärt werden musste! Also, es ist ganz einfach: Man muss einen Tittenfick antäuschen, der Frau dann auf den Bauch scheissen, und den Haufen dann wegpissen. Das ist doch wohl der Waaahnsiiinn! Und wie treiben es nun die VANDALEN aus der Bischofsstadt Hildesheim? Schliesslich soll man ja dort besonders fromm und sittsam sein! “Wir sind sado-masochistische nekrophile Sodomiten, alles klar?” lautete ihre Antwort. Nee, mir ist es nicht so klar, aber egal, pervers sind sie allemal! Nur bei den Schwarzwälder BOOTS & BRACES haben wir den Eindruck, dass sie nicht so perverse Schweine wie die anderen sind. “Was geht euch das an, ihr Wixer? Jeder soll doch seinen eigenen Spass haben”, war ihre Antwort auf unsere Fragen. Das ist doch wohl der Beweis dafür, dass BOOTS & BRACES im Punkt Geschlechtsverkehr ganz normal sind, denn wer solche Antworten gibt, der schämt sich wohl, dass er nicht pervers ist - oder?


DAILY TERROR 1987

So, nach diesem Stück verkehrten Verkehr, gehen wir mal näher auf die Benutzung von Plastikpuppen ein. Aus diesem Grund habe ich dem Fragebogen ein paar Bilder von Dänemarks berühmtester Plastikpuppe, nämlich Bilder von Brigitte Nielson (Rambo’s Ex-Weib!) beigelegt. Wovon die Jungs von SPRINGTOIFEL nicht sehr begeistert waren. Nannten sie doch dieses silikonverstärkte Püppchen “Ami-Schlampe” und “dumme Sau”! Einfach unfassbar, oder? Das liegt bei den SPRINGTOIFEL sicher am überaus exessiven Flug- und Pendelverkehr. Man sollte auch nix übertreiben! Um so erstaunlicher war die Reaktion von Pedder von DAILY TERROR. “Lechts! Hechel!”, schrieb er uns. “Wenn ich bedenke, dass ich mal Silikon umd den Herd geschmiert habe, kommt man doch ins Grübeln, was andere Heimwerker so alles mit Silikon anstellen.” Trotzdem ist er der Meinung, dass sie als Band nicht weniger erotisch sind als die Nielson, muss aber betonen, dass bei ihnen ALLES echt ist, obwohl sie bei Achim doch ins Zweifeln gekommen sind.


BOOTS & BRACES

Auch BOOTS & BRACES finden Dänemarks Plastikfrau wohl umwerfend, denn als sie die Fotos im Umschlag fanden, haben sie sich gleich erst mal einen runtergeholt, und betonten das sogar noch durch das Wort “GEIL!” Natürlich kommt auch bei ihnen in Braunsbach die Erotik nicht zu kurz. Selber sind sie’s zwar nicht, doch sie beschreiben die Erotik so: “Ihr müsstet uns mal beim Proben zuschauen, wir geraten da alle so in Ekstase, dass wir am Schluss alle in Strapse herumhüpfen. Ist das nicht erotisch?” Nee, das ist es nicht, denn ihr habt mir zu behaarte Beine - aber jedem das seine. KAHLKOPF finden diese Frau einzigartig und beschreiben sie als das ideale Opfer für den Kotverkehr, den wir gerade erst kennengelernt haben. Ob sie wohl genauso erotisch wie die Nielsen sind? “Keine Frage, natürlich nicht”, antworteten die Bad Homburger empört. Bestimmt haben sie Angst, dass man ihnen sonst auch noch auf den Bauch scheisst! Aber da sind ja noch die VANDALEN! Leider konnten sie uns Meinung zu Brigitte Nielson nicht mitteilen, ihr Gitarrist hat sich nämlich die Bilder unter’m Nagel gerissen und sich damit seit Tagen auf dem Scheisshaus eingeschlossen. Nachfrage unsererseits: Sicherlich kennt ihr die Nielson aus dem Fernsehen, haltet ihr oich für ebenso erotisch? “Noch nicht, denn unserer Schlagzeuger reagiert allergisch auf Silikon, aber wir arbeiten daran!” Hoffendlich bekommt er nicht auch so einen grossen Busen wie die Nielson!


KAHLKOPF

So, Freunde der kultivierten Unterhaltung, jetzt könnt ihr euch sicher vorstellen, auf was doitsche Bands so alles stehen (oder nicht stehen). Da schliesst sich für uns doch gleich die Frage an, ob unsere wackere Gesellen auch in Peepshows gehen. Man wird doch wohl mal fragen dürfen – oder? Schliesslich haben auch Bands wie ENDSTUFE und KDF diesem mysteriösen Ort einen Song gewidmet. Hier sind ihre Antworten: Die VANDALEN versicherten uns an Eides statt: “Haben wir gar nicht nötig, denn uns schicken die Fans immer Bilder von Brigitte Nielson, hähä...” Absolute Frechheit, würde ich mal sagen! Da sind KAHLKOPF schon ein Stückchen ehrlicher: “Nein, warum sollen wir in unserer Freizeit unseren Arbeitsplatz besuchen?” Warum eigendlich nicht? BOOTS & BRACES sehen die Sache mit den Peepshows etwas pragmatischer: “Wozu dafür Geld ausgeben? Es gibt doch genügend Schlüssellöcher und Ferngläser!” Die SPRINGTOIFEL scheinen unsere Frage missverstanden zu haben, gaben sie uns doch als Antwort, dass sie „für Geld überall auftreten“ würden. So genau wollten wir das nun auch wieder nicht wissen. Bei DAILY TERROR liegt die Sache einfacher. Die Jungs sind nämlich alle extrem kurzsichtig, da wären sie in einer Peepshow völlig fehl am Platz. So, jetzt kommen wir zu einem Thema, das nicht nur uns Skinheads, sondern ganz Doitschland brennend interessiert: Zu Lustseuchen wie Aids, Tripper oder zur allseits beliebten Syphilis.

Da stellt sich für uns doch automatisch die Frage: Benutzt ihr bei Ficken Kondome?

Die Jungs von BOOTS & BRACES reagierten auf diese Frage einigermassen verständnislos: „Kondome? Was sind Kondome? Bei uns auf dem Lande ist man sparsam, wir benutzen nur Schweinedärme“. Auch KAHLKOPF halten nix von Kondome, denn als einziges Verhütungsmittel benutzen unsere „Metzger“ Plastiktüten, von ALDI. Ob sie denn keine Angst vor Aids hätten, haben wir nachgefragt. Schliesslich sind die ALDI-Tüten doch ziemlich dünn. Da geht doch alles durch! Auf diese Frage reagierten die Bad Homburger mit einer Gegenfrage: „Seit wann können Schweine Aids bekommen?“ Diese Frage geht mir seither nicht mehr aus dem Kopf, den ich weiss auch nicht, seit wann Schweine Aids bekommen. Wahrscheinlich wenn der Eber infiziert ist, vielleicht reicht aber auch schon die Sau! Was weiss ich! Die SPRINGTOIFEL dagegen schützen nicht nur sich, sondern auch unsere Umwelt. Als umweltbewusste Ficker benutzen sie nur abbaubare Materialien wie Ziegendarm oder Jutesäcke. Sehr vorbildlich! DAILY TERROR haben wohl die Schutzfunktionen eines Kondoms verkannt, und glauben wohl, dass die Lümmeltüte so was wie Schwanzwärmer sind. Die tragen ihre Kondome immer, „ausser beim Ficken“. Natürlich haben auch die VANDALEN Lustseuchen wie Aids den Kampf angesagt. „Selbstverständlich“, so schreiben sie, „benutzen wir beim Sex Kondome. Aber nur die guten, Marke Goldhamster, erhältlich in jedem gut sortierten Zoofachgeschäft“. Ansonsten und im Notfall würden sie zur Verhütung „alles zwischen Gummihandschuhe und Teebeutel“ benutzen. Ausserdem wollen sie darauf hinweisen, das sie dieses Problem schon vor Jahren erkannt haben, z. B. mit ihrem Song: „Der Papst hat Aids“. Abschliessend meinte der „Schmächtige“, Sänger der VANDALEN, dass das noch alles böse enden würde. „Aber im Grunde ist es doch egal, was dich in die ‚Twilight Zone’ befördert: Aids, Lepra, Beri-Beri, Atombomben, Killer mit Eishockeymasken, wahnsinnige Wissenschaftler usw...“ Tja, wo se Recht ham, da ham’se Recht, woll?

Damit haben wir unseren Fragebogen abgearbeitet, und sind am Ende dieses denkwürdigen Reports angelangt. Ist wirklich schade! Und welche Lehre ziehen wir nun aus den Antworten unserer Bands?
Ist doch ganz einfach:

Besser den Schalk im Nacken als die Faust im Gesicht!